Die Stillzeit – die natürlichste Sache der Welt

Stillen ist die von der Natur vorgesehen Erstnahrung und bei weitem die beste Art, einen Säugling zu ernähren. Muttermilch ist einzigartig. Sie enthält alle Nährstoffe in der richtigen Menge und reicht als alleinige Nahrung in den ersten sechs Monaten. Muttermilch enthält so genannte Antikörper. Diese schützen Ihr Kind vor Infektionen und machen es generell weniger empfindlich gegen typische Kinder-Krankheiten und Allergien.

Zudem ist Muttermilch leicht verdaulich, immer frisch, steril und wohltemperiert. Beim Stillen erleben Sie die liebevolle Beziehung zu Ihrem Baby besonders intensiv. Ein zusätzliches Plus ist, dass etwaige Fettpolster, die sich während der Schwangerschaft bei Mama gebildet haben, durch das Stillen abgebaut werden.

So entsteht die Milch in Ihren Brüsten

Jede Brust enthält ungefähr zwanzig Drüsenlappen, die Bündel von milchproduzierenden Drüsen enthalten. Diese werden durch ein Hormon – Prolactin – angeregt und produzieren Milch. Die Milch wird durch winzige Milchkanäle zur Brustwarze transportiert. Während der Stillzeit erweitern sich die Milchgänge hinter dem Warzenhof zu Milchseen und speichern dort die Milch.

Wenn Sie Ihr Kind anlegen, nimmt es die Brustwarze und den Warzenhof in den Mund, und die Milch fließt durch die Brustwarze in den Mund. Die erste Milch ist das Kolostrum oder die Vormilch. Sie ist besonders wertvoll, denn sie ist reich an Immunglobulinen, die Ihr Kind vor Infektionen schützen. Ab dem zweiten bis sechsten Tag schießt die Übergangsmilch ein, die ab der dritten Woche von der reifen Frauenmilch abgelöst wird.

Das Stillen

Wenn alles gut gegangen ist, werden Sie Ihr Kind kurz nach der Geburt zum ersten Mal anlegen.

Viele Babys sind zu diesem Zeitpunkt sehr lebhaft und fangen sofort zu saugen an. Seien Sie aber nicht beunruhigt, wenn Ihr Kind etwas länger braucht und nicht sofort saugt. Der Milcheinschuss ist für viele Frauen mit einem unangenehmen Gefühl oder sogar Schmerzen verbunden.

Als wohltuend und anregend erweisen sich Massagen in Kombination mit einer Wärmebehandlung. Nehmen Sie eine bequeme Stillhaltung ein. Am besten unterstützt Sie hier ein gutes Still- und Lagerungskissen. Nach einem Kaiserschnitt ist es Ihnen vielleicht angenehmer, im Liegen zu stillen. Je früher und je häufiger Sie Ihr Baby stillen, desto schneller kommen die Milchdrüsen in Schwung. Ihre körpereigenen Reflexe regeln dabei Produktion und Abgabe, wobei der Milchfluss von Frau zu Frau unterschiedlich schnell in Gang kommt.

Wenn Ihr Baby Hunger hat, wird es nach dem Aufwachen ordentlich Krach machen und mit dem Mund sofort nach Ihrer Brustwarze suchen. Natürlich richtet sich sein Hunger nicht nach einem starren Rhythmus, sondern es will immer dann gestillt werden, wenn ihm danach ist. Legen Sie es an die Brust, von der es zu-letzt getrunken hat und wechseln erst, wenn diese Brust leer getrunken ist. Oft kommt es vor, dass Milch auch zwischen den Milchpausen austritt. Um Ihre Kleidung zu schonen und die Haut möglichst trocken zu halten, verwenden Sie bitte atmungsaktive und besonders hautfreundliche ELANEE Stilleinlagen.

Stillprobleme

Wunde oder entzündete Brustwarzen entstehen häufig durch falsches Anlegen. Wenn Sie stillen, geben Sie Ihrem Kind zuerst die weniger empfindliche Seite und versuchen Sie, Ihr Kind etwas früher als gewöhnlich zu füttern, damit es nicht so heftig saugt. Wenn das Stillen zu schmerzhaft ist, pumpen Sie die Milch für ein bis zwei Tage ab, und geben Sie sie mit der Flasche.

Lassen Sie so oft es geht Luft an Ihre Brustwarzen. Geben Sie etwas ELANEE Brustwarzen-Salbe auf die wunden Brustwarzen, das unterstützt die Heilung. Verwenden Sie keine Seife oder Creme, die Ihre Haut reizen könnte. Oft kommt es auch zu einer Brustentzündung. Die Brust ist geschwollen, heiß und schmerzt bei Berührung. Hören Sie nicht auf zu stillen, die Brust muss häufig entleert werden. Drücken Sie vor dem Anlegen etwas Milch mit der Hand aus. Dadurch wird die Brust weicher, und Sie fühlen sich besser.

Ein warmes Bad oder eine leichte Massage mit einem warmen Kirschkern-Brustmassagekissen vor dem Stillen fördern den Milchfluss. Ein gekühltes Kirschkern-Brustmassagekissen kann nach dem Stillen Linderung bringen. Ihre Hebamme kann Sie bei Stillproblemen beraten. Es hilft auch, mit anderen Müttern zu sprechen, oder gehen Sie in eine Stillgruppe.

Denken Sie an sich

Schon während der Schwangerschaft sollten Sie Ihre Brust pflegen, damit sie den späteren Anforderungen während der Stillzeit gewachsen ist. Dazu gehört auch, sie bereits einige Wochen vor der Entbindung im Sinne des Wortes "abzuhärten". Nützlich sind Massagen mit speziellen Lotions oder Ölen. Eine sanfte Zupf- und Rubbelmassage unter Verwendung von ELANEE Brustwarzen-Salbe macht die Brustwarzen weniger empfindlich gegen die später zum Teil heftigen Saugreflexe des Babys und beugen durch die Fettanteile rissiger Haut vor.

Achten Sie darauf, den Säugling richtig anzulegen und ihm möglichst nicht nur die Warze, sondern auch einen großen Teil des Warzenhofes mit zwischen die Lippen zu geben. Auch Sie sollten sich in der Stillzeit schonen, weil das empfindliche körpereigene System überaus leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen ist. Stress, Unruhe oder Aufregung sorgen dafür, dass sich die Milchbläschen verkrampfen und die Milch nicht mehr richtig abfließen kann. Folge ist in nicht wenigen Fällen eine schmerzhafte Brustentzündung, die so genannte Stauungsmastitis.